Kontakt-Café

Was ist das Kontakt-Café (KoCa)?

Bewohner*innen der Landeserstaufnahme-einrichtung (LEA) in Freiburg sind tagtäglich mit Eingriffen in ihre Grundrechte konfrontiert: Ihr Alltag ist von Zimmerdurchsuchungen, Ein- und Ausgangskontrollen und verpflichtenden Arbeitsgelegenheiten geprägt. Die zentrale Unterbringung erschwert den Kontakt zu Menschen außerhalb der Einrichtung. Häufig fehlen Perspektiven und zentrale Informationen.

Für Freiburger*innen ist das Lager ein Nicht-Ort, ein umzäuntes Etwas inmitten der Stadt. Was darin geschieht, bleibt zu oft unsichtbar und unhinterfragt. Die Existenz des Lagers erscheint inzwischen normal. Es besteht keine zivilgesellschaftliche Kontrolle – Der Zutritt ist aufgrund des Besuchsverbots weitgehend untersagt.

An diesen Missständen setzt das KoCa an. Das KoCa ist ein Ort des Austauschs. Es setzt sich für die Würde und Autonomie und gegen die Isolation von Menschen ein. Hier gibt es Möglichkeiten, um in ruhiger Atmosphäre gemeinsam über Erfahrungen zu sprechen, praktische Unterstützung anzubieten und gemeinsam in Aktion zu kommen. Kurzum: Ein offener Raum für alle, die die Zustände im Lager nicht hinnehmen wollen.

Das KoCa wird in Kooperation mit dem Zwischenraum von Our Voice angeboten und findet jeden 2. und 4. Donnerstag-Nachmittag im Monat in den Räumen der Schopfheimerstraße 5 statt.